Teil 2 unserer Serie über Leben und Sterben des Märchenkönigs trägt den Titel „Der König und die Liebe“.

Der Großvater des Märchenkönigs ließ in puncto Frauen nichts anbrennen – die „Schönheitsgalerie“ in Schloss Nymphenburg zeigt nur einen Teil seiner Liebschaften. Ganz anders sein Enkel, König Ludwig der II., enttäuscht über die Verbannung seines engen Freundes Richard Wagner aus München fand er in seiner Cousine Prinzessin Sophie eine Seelenverwandte. Sophie – die jüngere Schwester der österreichischen Kaiserin Sissi – residierte mit Ihren Eltern in den Sommermonaten in Schloss Possenhofen, wo Sie regelmässig Briefchen, Blumen und Süssigkeiten von König Ludwig erhielt. Die Mutter der Prinzessin, Herzogin Ludovica, betrachtete dies misstrauisch, wollte Sie doch Klarheit über den Umgang der beiden. Da der König keine Heiratsinteressen bekundete, verbot die Herzogin der Tochter jeglichen Umgang mit dem König. Der Druck wuchs zunehmend, schließlich rang sich der junge König dazu durch, um die Hand der Prinzessin Sophie anzuhalten. Am 22. Januar 1867 wurde die Blitzverlobung bekannt gegeben. Doch der König verschob die Hochzeit, er mied öffentliche Veranstaltungen und entdeckte am 06. Mai 1867 seine wahre erste Liebe: den königlichen Stallmeister Richard Hornig. Ihm schenkte der König eine Villa am Starnberger See ,um ihn stets in seiner Nähe zu haben. Die Verlobung mit Sophie wurde am 07. Oktober 1867 gelöst.